Über mich und meine Motivation, Filme zu machen

Ich bin Arvid. Ich liebe Filme.

Eigentlich trifft es das nicht so ganz. Es sollte eher heißen „Ich liebe Geschichten“. Ich lese unglaublich gerne, habe mich schon so manches Mal in dem einen oder anderen Videospiel komplett verloren, kann nicht mehr aufhören, wenn ich erstmal angefangen habe, eine gute Serie zu gucken, renne mindestens zwei Mal die Woche ins Kino. Ohne Geschichten wäre das Leben nur halb so interessant.

Mir reicht es aber nicht, nur Konsument zu sein – ich will selbst Geschichten erzählen, Menschen erreichen und bewegen, zu Tränen rühren und vor Freude zum Strahlen bringen, sich vor Angst die Augen zuhalten oder einfach herzhaft auflachen lassen.

Geschichten sind, was uns zu denen macht, die wir sind. Geschichten wurden schon in der Steinzeit erzählt, am Lagerfeuer oder als Höhlenmalereien. Geschichten beinhalten Wissen, aber Geschichten vermitteln auch Gefühle und sie regen zum Nachdenken an. Gerade in einer Welt, in der sich Menschen politisch und wirtschaftlich leiten lassen, finde ich es wichtig, sie die Welt durch die Augen eines anderen betrachten zu lassen oder ihnen einfach eine „Fluchtmöglichkeit“ aus einem möglicherweise grauen Alltag zu bieten.

Der Film ist wohl das populärste Medium des Geschichtenerzählens, aber er bietet auch eine andere Besonderheit. Er ist immer die Kombination verschiedenster Künste: Bildgestaltung, Schauspiel, Musik und lyrisches Erzählen, um nur die vier wesentlichsten zu nennen. Und das ist es, was mich so reizt.

Biografie

Ich wurde im Juli 1995 in Hamburg geboren und habe schon früh kleine Stop-Motion-Filme mit Lego gedreht. Mit 10 Jahren war ich bereits felsenfest davon überzeugt, dass ich großes Kino machen werde. An mein Abi 2014 schlossen sich allerdings erst ein halbes Jahr bei der Bundeswehr, ein Semester in einem Physikstudium und eineinhalb Jahre Arbeit bei einem Schifffahrtsunternehmen an. 2016 nahm ich schließlich das Regiestudium an der WAM in Dortmund auf.

Filmischer Werdegang

Auch wenn ich mich erst seit 2016 aktiv dem Studium des Films und der Filmtechnik widme, kann ich doch behaupten, mich damit seither sehr intensiv zu beschäftigen – sowohl theoretisch, als auch praktisch. Noch vor Beginn meines Studiums habe ich einen Wettbewerbsbeitrag zu „Mythos Multitasking“ (2016) eingereicht und einen kleinen Preis gewonnen. Nach einigen Inszenierungsübungen im Rahmen des Studiums konnte ich mich 2017 als 2. Regieassistenz bei „Soko Stuttgart“ innerhalb eines Praktikums behaupten. Seitdem schreibe ich auch hobbymäßig eigene Filmkritiken auf Letterboxd (auf Englisch). Dann, 2018, übernahm ich die Funktion als Produktionsleiter bei „Kindeskinder“, meinem Vordiplomfilm, Regie Franziska Doll. Darauf folgten wieder viele kleinere eigene Projekte, die zum Teil noch nicht fertiggestellt sind, sowie vor allem mehrfache Engagements als 1. Regieassistent bei anderen Studenten- bzw. Prüfungsfilmen. Im Dezember 2019 begann ich außerdem, einen weiteren Vordiplomfilm zu unterstützen, indem ich als Drehbuchautor von „Vor 50 Jahren ging die Welt unter“ tätig wurde. Mittlerweile fokussiere ich mich voll und ganz auf meine eigenen Projekte, denn auch wenn es Spaß macht, anderen zu helfen, ist es mir doch sehr wichtig, meinen eigenen Prioritäten nachzugehen. Daher schreibe ich das Drehbuch zu Hypnophobia“, meinem eigenen Diplomfilm, und werde diesen auch inszenieren. Mit meinen Mitstreitern Sarah Wieck und Niklas Michalik habe ich bereits in der Vergangenheit mehrfach zusammengearbeitet und freue mich sehr darauf, mit ihnen gemeinsam nun endlich ein richtig großes Ding auf die Beine zu stellen!

Was mich bewegt und inspiriert

Mir ist nicht wichtig, reich zu werden, solange ich die Filme machen kann, die mir etwas bedeuten. Allerdings möchte ich gern so viele Menschen wie möglich erreichen, daher zieht es mich nach Amerika, genauer gesagt Hollywood.  Dennoch möchte ich keine „Baukasten-Blockbuster“ machen, sondern mir selbst treu bleiben. Deshalb ist vor allem Darren Aronofsky ein wichtiges Idol für mich. Doch nicht nur sein Schaffen begeistert mich, sonder auch das von Denis Villeneuve, David Fincher, Ridley Scott, Christopher Nolan, Martin Scorsese, Steven Soderbergh, Steve McQueen und natürlich Steven Spielberg.

Meine 50 Lieblingsfilme (Link)

Menü schließen