Max Ophüls Festival, Teil I

Max Ophüls Festival, Teil I

Als ersten Beitrag für unsere neu gestartete Webseite hielten wir es für sinnvoll, direkt etwas aus unserem Leben zu berichten. Gestern, am. 14. Januar 2019, sind wir nach sechs Stunden Zugfahrt am Nachmittag in Saarbrücken angekommen, um zu dritt das Max Ophüls Nachwuchs-Filmfestival zu besuchen. Wir sind hier in einer Airbnb-Wohnung untergekommen, die sehr gemütlich, jedoch etwas abgelegen vom Veranstaltungsort ist. Aber so hatten wir die Möglichkeit, ein bisschen was von der Stadt zu sehen.
Natürlich waren wir bei der Eröffnungsveranstaltung und konnten daran teilhaben, wie Iris Berben nach 52 Jahren Schauspielkarriere ihren Ophüls-Ehrenpreis erhielt. Die Laudatio dazu wurde von Bundesaußenminister Heiko Maas und nicht-mehr-so-ganz Nachwuchsschauspieler Edin Hasanović verlesen; ein Ehrenpreis werde verliehen, wenn sich ein Schauspieler so langsam zur Ruhe setze, doch die von Edin immer nur Iris genannte Darstellerin sei noch mitten drin. Wirklich berührend war aber erst ihre Reaktion! Den Tränen nahe nahm sie den Preis entgegen und fand ein paar wirklich gut gewählte Worte zu Themen, die heute wohl kaum relevanter sein könnten: Toleranz, dem Einsatz für Benachteiligte, Offenheit für Neues und Fremdes.

Im Anschluss sahen wir noch gemeinsam mit etwa 1300 anderen Besuchern den Eröffnungsfilm „Das Ende der Wahrheit“, welcher sich zwischen dem Einfluss der Arbeit beim Bundesnachrichtendienst auf ein privates Leben und den Gefahren einer Verselbstständigung der Geheimdienste allgemein entlanghangelte. Der Film von Regisseur Philipp Leinemann trifft dabei unserer Meinung nach genau den richtigen Ton zwischen emotionalem Drama und packendem Thriller. Es ist wirklich schön, solche Filme vermehrt auch im deutschsprachigen Raum finden zu können. Er sei allen Filminteressierten wärmstens empfohlen, der deutschlandweite Start ist am 9. Mai 2019.

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